Samstag, 31. Dezember 2011

2012

Die letzten Stunden gehen vorbei. Neues Jahr, neues Glück.
Die Mayas sagten, dass es das Letzte sein sollte. Der Film 2012 sagt das die Welt untergeht. Stimmt das wäre dies der Anfang vom Ende. Ich glaube nicht daran. Ich lache darüber dass die Menschen glauben, selbst wenn das stimmen würde, die Regierung würde dies zugeben. Als ob sie eine Massenpanik freiwillig herbeirufen würden.
Aber das ist egal. Ich will mir keine falschen Hoffnungen machen, aber ich hoffe sehr das dieses Jahr anders wird, besser. Viele Probleme sind noch nicht gelöst und sie werden uns im neuen Jahr wahrscheinlich auch noch ein Stück begleiten. Aber das ist doch egal. Es wird so viel Neues auf jeden von uns zukommen, vielleicht ist es gut, vielleicht schlecht. Das weiß keiner ganz genau. Aber eines ist klar. Mit dem Ticken der Uhr den Countdown herunter naht etwas ganz neues aber auch fremdes. Lasst uns dies willkommen heißen, voller Hoffnung und unerschütterter Erwartungen.
Allen meinen Lesern ein gutes neues Jahr

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Angst

Ich verabscheue die eine Emotion, die sich Angst nennt, denn sie lässt mich so schwach erscheinen.
Sie ist es, die mich zittern lässt, zusammengekauert unter meiner Decke. Die mich Tränen weinen lässt, Sturzbäche, die niemand sehen soll.
Ich habe vor kaum etwas Angst. Nicht dem Tod, oder zu sterben, nicht vor Schmerzen vor Krankheit... naja es wird halt kommen wie es kommt. Gegen manches kann man eben nichts machen.
Genauso ist die Angst vor dem Verlassenwerden. Man kann nichts tun nur abwarten und hilflos zusehen was passiert.

Samstag, 24. Dezember 2011

Mizuki

Sie fühlte sich alleine. Einsam. Verlassen. Hoffnungslosigkeit war alles was ihr blieb wie die Wut auf sich selbst und das Gefühl nie etwas richtig gemacht zu haben. Das ist die Geschichte von Mizuki, eines Mädchens das schon lange tot war bevor es starb.

Ich sah durchs Fenster und ließ meine Blicke und Gedanken an diesem Abend schweifen. Gerade ging die Sonne unter und schien ihre letzten Strahlen hinter Häusern zu verstecken.
Ein Hauch von Kälte zog durch den undichten Fensterrahmen zu mir und ich spürte den Wind, der die kahlen Rosen gegen das Fenster schlagen ließ. Auf den Dächern saßen Krähen die fortflogen bei dem Klang eines Vorbeifahrenden Autos. Einen Moment später hörte ich die Nachbarntür zuknallen.
Dann herrschte wieder Stille. Draußen, im Haus überall um mich herum.
Etwas Verhängnisvolles lag in dieser Stille, aber beschreiben konnte ich es kaum.
Obwohl ich nicht bei anbrechender Dunkelheit aus dem Haus sollte, überkam mich der starke Drang  zu gehen. Ich nahm meine Jacke und zog meine Schuhe an und schloss die Haustür hinter mir.
Der kühle Abendwind war erfrischend und ich ging meinen Weg. Unwissend wohin oder warum. Ich stellte mir Fragen, die ich nicht beantworten konnte.
>>Was ist nur passiert mit mir? Was hat sich verändert? Nichts nur ich. Alles ist so wie immer, nur ich bin jetzt irgendwie anders. Ich glaube ich werde nie wieder so sein, wie ich war. Und wer ist schuld daran? All die, die mich angelogen haben. Freundschaft... Liebe.<<
Ich richtete den Blick auf den Boden und schoss einen kleinen Stein ein paar Meter fort wo er gegen eine Hausmauer prallte. Leichte Wut kam in mir auf. Auf das Leben, die Jungs, mich selbst...
>>Ich scheiß auf Liebe. Was hat das bitte alles für einen Sinn? Ich hab so oft geliebt und wurde jedes Mal enttäuscht. Warum sollte es bitte jemals anders sein?! Liebe ist ein Arschloch. Liebe ist scheiße.
Und ich.... Ich bin, so scheint es beziehungsunfähig. Oder wie sollte sich das anders erklären? Ach ich hasse das alles. Zuerst ist es schön und dann sagt es es "Fick dich" und lässt dich fallen. Mir ist es lieber erst gar kein Glück zu fühlen, anstatt es zu spüren und dann tief zu fallen.<<
Ich erinnerte mich an vergangene Zeiten. An gescheiterte Beziehungen. An das Lächeln und die Liebe, die ich den Jungen von Damals schenkte und wie sie es leichtsinnig weggeschmissen hatten.
>>Zuerst schien alles gut und schön. Ich öffnete mein Herz dem Jungen gegenüber und vertraute ihm. Ich liebte ihn und wollte alles tun damit er glücklich war. Ja, früher war ich noch irgendwie anders. Früher hab ich noch mit dem Herzen geliebt bevor ich lernte auf meinen Verstand zu hören, der mir immer irgendwie sagt, das es falsch ist und ich eh nur enttäuscht werde.<<
Hoffnungslosigkeit überkam mich und ließ mich in ein tiefes Loch fallen. Mein Herz erfrohr und fühlte sich kälter an als die Minusgrade des Winters. Was mich an diesem Abend führte wusste ich nicht, nur wollte es das ich einen leichtsinnigen und gefährlichen Weg einschlug. Ich widersetzte mich dem nicht und bog ab. Ging in Richtung Wald, von dem man sich in der Dunkelheit besser fern halten sollte. In dem Moment war mir die Gefahr gleichgültig. Alles war mir gleichgültig.
Der Wind peitschte mir kalt ins Gesicht, so das meine Augen zu tränen begannen. Doch im nächsten Moment fragte ich mich ob das wirklich nur wegen dem Wind war. Ich wischte sie weg doch es kamen imer wieder Neue. Ich begann zu schluchzen immer lauter und ließ mich auf den gefrohrerenen Rasen fallen.
Ich wollte nicht mehr.
>>Das alles soll endlich ein Ende haben! Ich kann das nich aushalten. Was soll noch passieren?!<<
Während meine Gedanken mich anschrien und immer lauter wurden, voller Wut, das ich nicht stand halten konnte und Hoffnungslosigkeit öffnete ich die Augen und sah hinauf in dem klaren Sternenhimmel. Der Mond schien direkt auf mich hinab zu sehen und ich hörte auf nachzudenken. Plötzlich wurde alles wieder ganz ruhig, wie die Stille der Nacht es war. Meine Tränen fingen wieder an zu laufen, aber das störte mich nich.
>>Warum ich?<<
Ich drückte etwas gegen mein Handgelenk .
Irgenetwas .. silbernes... scharfes
Und dann lag ich da den Mond anstarrend und schloss langsam meine Augen.
Der Rasen unter mir wurde rot und spürte endlich den Frieden nachdem ich gesucht hatte ......


Donnerstag, 22. Dezember 2011

Game over

Das Spiel heißt Leben.
Es gibt keine Regeln. Du stellst selbst auf, nach welchen du gehst. Es werden immer deine Eigenen sein. Aber bedenke immer, dass deine Taten folgen haben werden.
Wenn du anfängst zu spielen ist es noch leicht. Aber je weiter du kommst umso öfter musst du Entscheidungen treffen und umso schwerer wird es für dich.
Du kannst fair spielen, oder schummeln. Niemand sagt dir, was geht oder nicht geht. Du kannst die gute liebe Freundin sein, das nette Mädchen von Nebenan, der Engel, die Bitch, die Feindin, der Macho, das Arschloch, der Traumboy, der Mädchenschwarm.... Alles steht dir offen du hast viele Spielfiguren und diese sind sehr unterschiedlich.
Viele Leute spielen das. Es ist so abwechslungsreich, das es fast süchtig macht. Man kann in Fallen tapen, Glück finden und alles was man hat verlieren wenn man nicht aufpasst. Es kann schnell vorbei sein durch Leichtsinn. Setze zu hoch und falle tief. Dieses Spiel kann dir mehr als dein Genick brechen. Wenn du Glück hast und richtig handelst macht es Spaß und du findest Gefallen daran. Aber eines Tages ist deine Glücksträhne vorbei. Irgendwann wirst du verlieren und dann ist es aus. Doch verlieren tun wir alle früher oder später. Ich kenne bisher niemanden, der gewonnen hat...

Montag, 19. Dezember 2011

Erinnerungen

Es heißt bewahre dir die Erinnerungen an Menschen, Personen die dir wichtig waren, aber aus welchem Gund auch immer, es jetzt nicht mehr sein sollten.
Ich sage das ist falsch.
Man durchlebt Erinnerungen von Zeiten die schön waren. Glücklich machten. Und das vielleicht täglich und irgendwann fängt man an in der Vergangenheit zu leben. In diesen Erinnerungen. Das schmerzt,  egal wie wunderbar sie scheinen, bei jedem von ihnen. Irgendwann fühlt es sich nicht mehr schön an. Irgendwann ist man gefangen in ihnen.
Ich finde man solllte wenn etwas vorbei ist, vergessen. Alles. Egal wie es war. Egal was es war. Wenn man es kann sollte man sich nicht mehr damit beschäftigen. Das ist einfacher. Eine Linie ziehen, eine Mauer aufbauen und dann für immer vegessen, was einen sonst zerstören könnte

Sonntag, 18. Dezember 2011

mach es diesmal bitte besser

Das Gift deiner Liebe durchströmt mich, trügt mich, verwirrt mich, mit seinem süßen Beigeschmack.
Ich weiß, dass ich meinem Herzen nicht mehr trauen kann, meinem Verstand hingegen schon.
Beweis mir, dass es anders sein kann. Aber erzähle keine Lügen. Ich will nicht die Worte hören, die ich schon so oft gehört habe. Es sei denn sie sind wahr. Doch das waren sie nie, warum sollten es diesmal anders sein?
Beweis mir das Gegenteil. Los, fordere mich heraus. Zeig mir wieder was Liebe ist. Ich habe es vergessen, als ich sie aus meinem Herzen verbannte. Bring sie wieder zurück, aber so, dass es nie weh tun wird. Das du mich nie Schmerz spüren lässt.
Ich spüre wie dein Gift durch meinen Körper rauscht. Wie es wärmt und mein Herz auftaut. Trotzdem weiß ich das es falsch es sein kann. Aber es fühlt sich doch auch so gut an...
Du weißt nicht wie stark die Mauer aus Eis um mein Herz ist. Taue sie auf. Füge die gebrochenen Teile wieder zusammen und halte sie fest. Lasse sie niemals wieder auseinanderbrechen.
Schaffst du das alles, dann gehöre ich dir. Solange du mich willst.





Mittwoch, 14. Dezember 2011

Weil du falsch bist

Wage es nicht mir unter die Augen zu kommen, denn meine Wut auf dich wäre zu groß um sie zu verbergen. Sieh mir nicht in die Augen du würdest nur loderndes Feuer des Hasses sehen. Und würdest du ein Wort sagen, würde dich der Sturm an Worten heimsuchen, der dich überrollen würde.
Ich warne dich. Leg es nicht darauf an, denn du kennst nur die schwache verletzte Seite, die sich bemüht gut zu sein. Aber fordere nicht die Andere heraus. Du wärst ihr nicht gewachsen.
Sag ein Wort. Eine dumme Bemerkung und ich werde dein Leben zerstören.  Du weißt, dass ich das kann und ich müsste mich kaum bemühen. Meine Wut auf dich kennt keine Grenzen. Glaub nicht im Traum daran, das du mich irgendwie besänftigen könntest.
Du kannst gar nichts.
- nicht lügen
- nicht ausnutzen
- nicht mal denen die Wahrheit sagen, die du liebst
Ich werde nicht zulassen das es so weiter geht. Ich werde nie wieder deinen verlogenen Worten glauben. Sie sind so hinterhältig wie du und jedes von ihnen hat seinen Zweck, der offensichtlich ist.
Ich hasse dich weil du mich seither beeinflusst hast.
Ich hasse dich weil du lügst.
Ich hasse dich weil du nie den Mut hattest die Wahrheit zu sagen.
Ich hasse dich weil du mich selbst mit deinen Lügen als Lügnerin darstellst.
Ich hasse dich weil mir wegen dir keiner mehr glaubt.
                                                                                            http://youtu.be/1qUYnyGZ76A

Montag, 12. Dezember 2011

angelogen, ausgenutzt, verführt und fallen lassen

Verzweifelt klammer ich mich an dir fest. Mein Kopf schreit mich an : ,, Wo bleiben diese Schmetterlinge, wenn du doch so verliebt bis? Sind sie weg? Oh.... WAS habe ich dir gesagt? Du liebst ihn nicht. Du hast ihn nie geliebt. Du warst einfach nur einsam. Du wirst nie wieder irgendjemanden lieben und das ist auch besser so. Du weißt, dass du nichts mehr ertragen kannst ohne zusammen zu brechen. Also hör auf rumzuheulen. Hör auf dich zu beklagen, dass dieses jämmerliche, ach so schöne Gefühl weg ist. Du weißt zu gut, was danach kommt. Ich habe es dir gesagt, du weißt, das ich immer richtig liege."

Ich versuche die Tränen zurückzuhalten, die nach so langer Zeit wieder kommen, wie die Leere, nach so kurzer Zeit. Ich wusste sie würde wieder kommen, so wie die Tatsache, dass du mich nur ausgenutzt hast. Seit dem ersten Moment. Aber ich wollte es, selbst wenn ich mir die Folgen hätte denken können. Dieser Schmerz, der Enttäuschung, der mich überkommt und langsam zur Wut wird. Je mehr Einzelheiten ich erfahre umso mehr hasse ich dich.

Sonntag, 11. Dezember 2011

Bitte, verzeih mir

Verzeih mir und ich lüffte die Lügen.
Von nun an soll es keine mehr geben. Nur noch die Wahrheit. Keine weiteren Fehler mehr. Nie wieder mit den Gefühlen Anderer spielen. Jetzt soll alles anders werden. Besser
Nimm meine Hand. Ich zeige dir meine Welt. Oder das was von ihr übrig geblieben ist.
Dorthinten, siehst du es?
All die dunklen Flecken in der Ferne, das ist vergifteter Boden der Erinnerung. Schmerz, Leid.
Spürts du die Kälte die von diesen Orten ausgeht und bis hierher weht?
Wie der arktische Wind zieht sie über das Land.
Seit Monaten herrscht hier Winter.
Hilf mir. Sie alle lassen mich alleine. Bitte, du nicht auch noch. Weißt du noch, das kleine süße Mädchen von einst? Sie konnte lächeln. Mag sein das sie oft geweint hat und traurig war, aber sie war doch eigentlich glücklich, jedenfalls sorgenfreier.
Und jetzt sieh mich an. Sie in meine kalten Augen, deren leerer Blick dich anschaut, zu tief verletzt um eine einzige Träne zu weinen. Zu enttäuscht von der ganzen Welt. Einsam, verbittert. Schau, was aus mir geworden ist.

Mach das hier wieder die Sonne scheint. Mach das alles wieder gut wird. Ich weiß du kannst das! Du kannst mich retten, du musst es nur wollen.
Bitte, verzeih mir, selbst wenn ich es nicht verdiene.




Samstag, 10. Dezember 2011

Die 6 Säulen

Ich hasse es wenn es scheint als würde meine Welt zusammen brechen. Allerdings war sie auch nie wirklick solide aufgebaut. Sie war auf sechs Pfeilern gestützt, die mit der Zeit immer mehr und mehr Risse bekamen.
Ich sah auf die Säulen hinab und dachte nach.



Die erste hieß Freundschaft
Einst war es eine starke Säule. Mächtig und augenscheinlich unzerstörbar ragte sie in den Himmel. Als andere brachen und Risse bekamen hielt sie immer stand. Eines Tages wäre sie vielleicht die Einzige gewesen, die meine Welt stütze. Aber Dinge geschahen...
Freunde verrieten mich. Große Teile brachen ein. Sie verlor die Standfestigkeit, die sie einst hatte und besaß nicht mehr die Kraft meine Welt alleine zu halten. Würden die anderen Säulen brechen, würde auch sie es.
 Die zweite hieß Liebe
Liebe.... Wie oft hatte sie mich enttäuscht? Wie oft hintergangen und mir Schmerz bereitet? Ihre filigrane rote Maserung, die sie bis an ihre Spitze schmückte stellte den Schmerz dar. Mal war sie mehr davon durchzogen, mal weniger. Aber er schien immer anwesend zu sein.
Der Sockel auf dem sie stand wie alle anderen war brüchig. Ich hätte nur dagegen treten müssen und er würde wie Sand in sich zusammenfallen. Dann würde auch sie einstürzen. Ich  ging ein paar Schritte von dieser Baustelle zurück.
Jedenfalls wünschte ich mir das es eine Baustelle wäre. Das jemand kommt und sie wieder zusammenbaut. Ich könnte lange warten. Sie wäre eingestürzt bevor jemand kommen würde, weil sie einfach nichts mehr ertragen könnte.
Die dritte hieß Mut 
Sie hatte kaum Risse, nur einen sehr tiefen. Daran würde sie aber nicht brechen. Nur einmal hatte sie mich verlassen, das war dieser Riss, der sich tief als schwarze dicke Linie in den weißen Stein gefressen hatte. Sie schien höher als alle Anderen. Dicker als alle Anderen. Standfester als alle Anderen.... einfach sicher und zuverlässig. Auf sie konnte ich setzten. Wenn alles brechen würde, könnte sie vielleicht die letzten Reste meiner Welt zusammen mit der Freundschaft tragen. Ja, auf sie könnte ich mich verlassen, wahrscheinlich.

Die vierte hieß Hoffnung
Hoffnung? Das kannte ich? Wirklich?
Ich sah mich um. Und ich sah nichts. Es war ein merkwürdiger Boden auf dem ich stand, auf dem sie hätte stehen müssen. Er sah aus als bestünde er aus grauen Steinen. Ich beugte mich herunter und sammelte ein Stück auf. Es war kein Stein, es waren Trümmer.
Ich sah mich weiter um und in der Ferne sah ich etwas, was wie ein großer Stein aussah. Ich lief dorthin und stolperte. Im letzten Moment hielt ich mich fest bevor ich auf die harten spitzen Trümmer aufprallte. Hielt mich an dem großen Brocken fest, der irgendwo weit weg lag, von dem Platz, wo er hätte stehen sollen.
Ich streifte über die feinen Rillen, des Säulenstücks und spürte den toten kalten Stein. Es vermittelte ein merkwürdiges Gefühl von Leere. An der Stelle, wo der Stein durchbrochen war, fühlte er sich ungewöhnlich an. Überrascht schreckte ich zurück als ich etwas Zähflüssigeis, Kaltes spürte. Ich sah genauer hin und bemerkte eine dunkle rote Flüssigkeit, die aus den Rissen floss. Es sah aus als würde der Stein Bluten. Vielleicht war es Blut? Es sah ihm sehr ähnlich.
Ich erhob mich von dem Trümmerhaufen auf dem ich stand und sah zu wie sich eine Blutlache um den grauen Stein ergoss.
Erschüttert blickte ich auf die Überreste, die von der Hoffung übrig blieben. Trümmer, Kälte... Blut
Die Hoffnung hatte mich im Stich gelassen.
 
 
Die fünfte hieß Glück
 Ich hatte etwas Furcht davor, diese Säule anzusehen. Sie hätte es nicht viel besser getroffen als die Hoffnung. Wenigstens stand diese noch. Sie war zwar instabil und erfüllte schon lang nicht mehr ihren Zweck, doch umgestürzt war sie noch nicht. Allerdings war dies nur eine Frage der Zeit.
Sie war schwer geschädigt und glich dem Überbleibsel eines Bombenanschlags.
Zahllose Teile fehlten. Wie lange sie noch stehen würde? Ich wusste es nicht.


Die sechste hieß Finsternis
Welch Ironie das genau diese stark, schön und stolz in den Himmel ragte und die Einzige war, die wirklich zuverlässig war. Sie war aufgebaut auf Lügen, Fehlern, herzlosen Taten. In ihr spiegelte sich all das Schlechte meines Lebens wieder und es strahlte mich glückselig wie die Sonne an.
Aber ich hasste es.
Konnte man sich darauf wirklich verlassen? Was wäre wenn alles brechen würde? Wäre es denn gut, wenn sie die einzige wäre die mein Leben aufrecht halten würde? Würde ich das überhaupt wollen? Eigentlich nicht, denn ich wüsste nicht wie mein Leben dann aussehen würde. Es sollte nicht von so etwas gestützt werden.

Ich stemmte die Fäuste gegen den rot leuchtenden Stein. Es war als würde sie mich mit ihrer Stärke auslachen und zwang mich in die Knie. Aber ich alleine war es, die bestimmte. Ich konnte sie umreißen, denn es war alleine mein Leben. Und wenn ich wollte das sie fiel, dann musste sie einfach fallen!
Es sollte keine Lügen geben, nie mehr, nie wieder, keine Fehler, leere Worte. Mein Leben sollte nicht auf so etwas aufgebaut sein.
Und so währte ich mich mit all meiner Kraft gegen die Finsternis, egal wie stark sie schien.
Ich spürte wie sie wankte und mein Leben das auf ihr aufgebaut war erschüttert wurde.
Doch das hielt mich nicht ab.
Unbeeindruckt setzte ich meine letzte Kraft ein und sie schwankte stärker und stärker. Teile fielen von ihr ab. Mehere prallten rechts und links von mir auf den Boden.
Eines traf mich beinahe. Ich ging in Deckung und  sah zu wie sie umstürzte. Ihre Stärke schwand und es freute mich das mein Leben endlich leichter werden würde ohne sie.
Doch sie war nicht die einzige die fiel. Ich hatte eine Kettenreaktion ausgelöst und sie alle brachen ein.
Mut, was brachte mir Mut ohne Freundschaft die mir Kraft gibt?
Freundschaft, was brachte sie ohne den Mut dazu und das Glück?
Liebe, was war sie schon ohne   Glück und Freundschaft?
Und ohne das Glück, brachte da etwas überhaupt irgendetwas?
Oder die Lügen, die in allem irgendwo fest verankert waren und all die Fehler?
Als ich die Stärkste umgestürzt hatte, sprach ich auch das Todesurteil für die anderen aus.
Ich kauerte mich zusammen und als sich der Staub der durch die Luft zog gelegt hatte sah ich was ich angerichtet hatte.
Ich alleine hatte mein Leben zerstört.

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Das Leben ist hart

Die Tage gehen vorbei und jeder Tag scheint vergebens zu sein. Ich versuche nicht nach dem Sinn zu suchen, nicht aus Angst es könnte keinen geben. Ich fürchte mich davor, mich wieder in zu vielen Fragen zu verstricken. Ich sollte verwirrende Fragen vermeiden, die nur noch mehr Probleme mit sich bringen. Leicht gesagt.
Das Leben stellt so viele Fallen, in die man leichtfüßig hineintreten kann. Gleichzeitig können es auch Gelegenheiten sein, das Leben zu verbessern. Doch in dem Moment, in dem es darauf ankommt, kann man leicht den Überblick verlieren, viel zu leicht. Außerdem scheint das Leben es mutwillig schlecht mit einem zu meinen.
Am einfachsten wäre es nichts zu riskieren, nur dann dürfte man nichts erwarten und würde auch nich vorran kommen. Ja, das Leben mag hart sein, doch es geht doch immer irgendwie vorran.
Es sind nicht die schwach, die innerlich schon aufgegeben haben, nein, denn diese sind stärker als alle anderen. Sie fassen täglich wieder den Mut weiter zu machen, obwohl sie keinen Sinn mehr darin sehen.
Wieso sie es tun? Ich weiß es nicht.
Aufzugeben mag leicht sein. Befreiend. Doch zu Kämpfen beweist wahre Stärke.

Sonntag, 4. Dezember 2011

Mitgefühl

Die Menschen sollten Mitgefühl mit anderen haben.
Aber haben sie es? So gut wie nie.
Es geht so vielen Menschen auf der Welt schlecht. So viele Menschen leiden. Man sagt Sünde aber tut nichts. Jeder Mensch kümert sich nur um die eigenen Probleme. Denn diese scheinen am wichtigsten. Es ist selbstsüchtig sich nur darum zu kümmern, was einen selbst betrifft. Genauso falsch ist es Mitgefühl zu heucheln. Es muss echt sein und aus dem Herzen kommen. Erst dann gewinnt es an Bedeutung
Mitgefühl zeichnet sich nicht nur durch Emotionen und das Gefühl an sich aus, sondern auch an Taten. Jeder Mensch kann irgendetwas tun, egal was es denn nun ist.
Man kann Freunden helfen, Menschen denen es Schlecht geht im Umfeld. Wenn man Geld spendet kann man auch Organisationen unterstützen.
Aber Mitgefühl den Menschen gegenüber, denen es schlecht geht, zu schenken. Das ist schon mal ein guter Anfang. Gäbe es mehr Menschen mit Mitgefühl auf dieser Welt, wäre sie ein besserer Ort.






                                          für Lilly <3

Herz

Ich mache mir Sorgen. Ja, ausnahmsweise habe ich wirklich Angst. Vor was? Nun, vor der Realität und dem Unbekannten. Seit Längerem geht es mir nicht gut. Eigentlich dürfte ich mich darüber nicht beklagen, denn ich bin selbst Schuld daran dass, es mir so geht. Was war die Ursache? Sagen wir Dummheit. Jetzt muss ich mit den Konsequenzen leben. Frage ist wie lang.....
Ja, ich mache mir ernsthaft Sorgen. Ich sollte zum Arzt gehen. Mich untersuchen lassen. Aber das haben sie doch schon einmal gemacht und gefunden haben sie nichts. Diesmal wäre es genauso. Und falls sie etwas finden? Irgendetwas?
Ich will es nicht wissen. Wie schlimm es ist, was ich alles angerichtet habe, ob ich operiert werden sollte. Ich will die Folgen meiner Dummheit nicht unterschreiben müssen. Nicht schon wieder.
Auch wenn es besser für mich wäre, werde ich nicht zum Arzt gehen. Jedenfalls noch nicht jetzt.
Es kann durchaus sein, das es schlimmer ist als ich glaube. Viele bezweifeln das, also denke ich es auch nicht. Und falls doch..... Pech. Ich wäre nicht die erste, die an gebrochenem Herzen stirbt.

Freitag, 2. Dezember 2011

Er hatte immer Recht

Er war ein Freund und doch Feind zugleich, hat mich getrennt von dir, hat mich dazu gebracht Fehler zu machen, hat mich ausgenutzt, mir den Kopf verdreht, meine Gefühle ins Chaos gestützt.  Mag sein dass, er mich ausgenutzt hat, aber ich hab nie gesagt dass, es mir nicht gefallen hat.
Er stellte mich vor die Wahl und dann stand ich dort alleine zwischen den Fronten. Nun hieß es entscheiden. Unsere Liebe hatte damals durch die Dinge die passiert waren zahlreiche Risse bekommen. Du hieltest noch eine Hand von mir, wolltest meine Zweite, wolltest, dass ich wieder ganz dir gehöre. Mit schmerzvollem, schuldbewusstem Blick sahst du mich an. Ich wollte mich zu dir drehen, doch dann kam er und riss mich von dir los. Er zeigte mir Vieles, Dinge, die ich von dir, oder irgendjemandem so nicht kannte. Er verdiente sich mein Vertrauen und ich glaubte ihm jedes Wort.
So ließ ich dich los und du standest da und wartetest, während ich mich mit jeder Sekunde mehr und mehr von dir entfernte. Er hatte meine Hand genommen und zeigte mir seine Ansichten. Ich verstand ihn und jetzt weiß ich auch das er die ganze Zeit Recht hatte. Aber er wollte mich nicht so, wie du mich wolltest. Ich würde nie zu ihm gehören und als ich das merkte, war mir gleich, wie schön die Zeit mit ihm war, denn sie war wertlos und ohne jede Bedeutung.
Ich verstand das es falsch war dich zurück zu lassen.
Zu allem Überfluss folgten dann die Probleme. Und sie stapelten sich, wuchsen mir über den Kopf, nahmen mir die Luft zum Atmen. Ich konnte nicht mehr. Ich war einfach am Ende.
Und mit zu Boden schauendem demütigem Blick kam ich langsam zurück. Schuldbewusst, entkräftet, mutlos, hoffnungslos. Aber du warst noch da. Du halfst mir auf und hieltest mich fest, als ich drohte zu versinken. Mal wieder rettetest du mich.
Letztendlich aber hast du mich alleine gelassen.
Du kannst nicht sehen wie ich zerbreche und das immer weiter. Nun ist alles anders, denn du hilfst mir nicht auf, weil du allein es warst, der der mich fallen lassen hat. Jetzt stehe ich vor meiner Scherbenwelt und muss jedes Teil wieder an seinen Platz bringen, egal wie lange das dauern wird.
Als ich von ihm ging, hab ich ihn verraten. In mehreren Hinsichten. Ich fiel ihm in den Rücken und es ist ein Wunder das er mich nicht hasst und noch mit mir redet.
Heute sah ich ihn wieder und ich spürte die Ablehnung in seinen Blicken. Aber ich hatte es mehr als verdient. Jetzt wünschte ich, ich könnte ein paar Dinge rückgängig machen, doch jetzt muss ich schauen, was noch nicht ganz kaputt ist. Ich bedauere unsere Freundschaft und wünsche mir, ich könnte sie wieder aufbauen. Mag sein das ich alles kaputt gemacht hab, ja, ich bin eine scheiß Freundin, ich weiß. Trotzdem gib unserer Freundschaft noch eine Chance. Nicht weil ich alleine bin. Nicht weil ich verlassen wurde. Sondern weil Du immer ... wirklich IMMER Recht hattest, ich nur zu dumm war es einzusehen. Ich finde ich brauche Freunde wie Dich, weil Du ehrlich bist und Ratschläge gibst, die richtig sind und wenn ich die Gelegenheit wieder haben werde, dann werde ich Dir endlich glauben und nicht von Liebe geblendet sein. Denn Liebe kommt und geht, aber Freundschaft besteht. Am Ende kommt sowieso zusammen, was zusammen gehört.