Samstag, 24. Dezember 2011

Mizuki

Sie fühlte sich alleine. Einsam. Verlassen. Hoffnungslosigkeit war alles was ihr blieb wie die Wut auf sich selbst und das Gefühl nie etwas richtig gemacht zu haben. Das ist die Geschichte von Mizuki, eines Mädchens das schon lange tot war bevor es starb.

Ich sah durchs Fenster und ließ meine Blicke und Gedanken an diesem Abend schweifen. Gerade ging die Sonne unter und schien ihre letzten Strahlen hinter Häusern zu verstecken.
Ein Hauch von Kälte zog durch den undichten Fensterrahmen zu mir und ich spürte den Wind, der die kahlen Rosen gegen das Fenster schlagen ließ. Auf den Dächern saßen Krähen die fortflogen bei dem Klang eines Vorbeifahrenden Autos. Einen Moment später hörte ich die Nachbarntür zuknallen.
Dann herrschte wieder Stille. Draußen, im Haus überall um mich herum.
Etwas Verhängnisvolles lag in dieser Stille, aber beschreiben konnte ich es kaum.
Obwohl ich nicht bei anbrechender Dunkelheit aus dem Haus sollte, überkam mich der starke Drang  zu gehen. Ich nahm meine Jacke und zog meine Schuhe an und schloss die Haustür hinter mir.
Der kühle Abendwind war erfrischend und ich ging meinen Weg. Unwissend wohin oder warum. Ich stellte mir Fragen, die ich nicht beantworten konnte.
>>Was ist nur passiert mit mir? Was hat sich verändert? Nichts nur ich. Alles ist so wie immer, nur ich bin jetzt irgendwie anders. Ich glaube ich werde nie wieder so sein, wie ich war. Und wer ist schuld daran? All die, die mich angelogen haben. Freundschaft... Liebe.<<
Ich richtete den Blick auf den Boden und schoss einen kleinen Stein ein paar Meter fort wo er gegen eine Hausmauer prallte. Leichte Wut kam in mir auf. Auf das Leben, die Jungs, mich selbst...
>>Ich scheiß auf Liebe. Was hat das bitte alles für einen Sinn? Ich hab so oft geliebt und wurde jedes Mal enttäuscht. Warum sollte es bitte jemals anders sein?! Liebe ist ein Arschloch. Liebe ist scheiße.
Und ich.... Ich bin, so scheint es beziehungsunfähig. Oder wie sollte sich das anders erklären? Ach ich hasse das alles. Zuerst ist es schön und dann sagt es es "Fick dich" und lässt dich fallen. Mir ist es lieber erst gar kein Glück zu fühlen, anstatt es zu spüren und dann tief zu fallen.<<
Ich erinnerte mich an vergangene Zeiten. An gescheiterte Beziehungen. An das Lächeln und die Liebe, die ich den Jungen von Damals schenkte und wie sie es leichtsinnig weggeschmissen hatten.
>>Zuerst schien alles gut und schön. Ich öffnete mein Herz dem Jungen gegenüber und vertraute ihm. Ich liebte ihn und wollte alles tun damit er glücklich war. Ja, früher war ich noch irgendwie anders. Früher hab ich noch mit dem Herzen geliebt bevor ich lernte auf meinen Verstand zu hören, der mir immer irgendwie sagt, das es falsch ist und ich eh nur enttäuscht werde.<<
Hoffnungslosigkeit überkam mich und ließ mich in ein tiefes Loch fallen. Mein Herz erfrohr und fühlte sich kälter an als die Minusgrade des Winters. Was mich an diesem Abend führte wusste ich nicht, nur wollte es das ich einen leichtsinnigen und gefährlichen Weg einschlug. Ich widersetzte mich dem nicht und bog ab. Ging in Richtung Wald, von dem man sich in der Dunkelheit besser fern halten sollte. In dem Moment war mir die Gefahr gleichgültig. Alles war mir gleichgültig.
Der Wind peitschte mir kalt ins Gesicht, so das meine Augen zu tränen begannen. Doch im nächsten Moment fragte ich mich ob das wirklich nur wegen dem Wind war. Ich wischte sie weg doch es kamen imer wieder Neue. Ich begann zu schluchzen immer lauter und ließ mich auf den gefrohrerenen Rasen fallen.
Ich wollte nicht mehr.
>>Das alles soll endlich ein Ende haben! Ich kann das nich aushalten. Was soll noch passieren?!<<
Während meine Gedanken mich anschrien und immer lauter wurden, voller Wut, das ich nicht stand halten konnte und Hoffnungslosigkeit öffnete ich die Augen und sah hinauf in dem klaren Sternenhimmel. Der Mond schien direkt auf mich hinab zu sehen und ich hörte auf nachzudenken. Plötzlich wurde alles wieder ganz ruhig, wie die Stille der Nacht es war. Meine Tränen fingen wieder an zu laufen, aber das störte mich nich.
>>Warum ich?<<
Ich drückte etwas gegen mein Handgelenk .
Irgenetwas .. silbernes... scharfes
Und dann lag ich da den Mond anstarrend und schloss langsam meine Augen.
Der Rasen unter mir wurde rot und spürte endlich den Frieden nachdem ich gesucht hatte ......


Kommentare:

  1. 1. Das Ende <3 2. Die Ganze Story3. Schreib weiter sone sachen maus <3

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  2. Dein Schreibstil ist gigantisch toll. Bei dem Ende habe ich so mitgefühlt, als wurde mein Handgelenk ebenfalls anfangen zu brennen, wenn man die scharfe Klinge spürt...
    Schreib weiter solche Dinge. ;)

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