Sonntag, 29. Januar 2012

5 Männer, 5 Geschichten, 1 Leben

Ich erinnere mich an die Leute aus meiner Vergangenheit. Zeiten magen vergehen, aber Erinnerungen und Emotionen kann man fest halten. Zeiten werden geprägt von ihnen und wenn man sich an sie erinnert kommen Stücke davon hoch. Ob das gut oder schlecht ist, kommt auf die Situation an.
Wenn sie nicht wehtun, kann man an die Erinnerungen aus vergangen Zeiten denken.
Doch sollten sie es, sollte man sie hinter sich zurück lassen.
Ich erinnere mich an meine erste Beziehung. Es war Frühling, als aus bester Freundschaft mehr wurde. Es lag Liebe in der Luft, aber auch kindliche Hemmungen. An meinen ersten Kuss erinnere ich mich noch. Und wie sehr ich mich davor fürchtete etwas falsch zu machen. Aber er gab mir Halt und überzeigte mich.
Ich erinnere mich bis heute an die Stelle, wo dies geschah. Wo wir in der Schule jede Pause waren.
Es mag nicht von Dauer gewesen sein, aber es war schön.
Wenn ich daran denke kommt Wärme in mir auf. Die Wärme des Frühlings und des Sonnenscheins, aber auch die Wärme der Umarmung, die er mir schenkte, als ich mal wieder zitterte, weil ich nur meine kühle Lederjacke trug. Aber ich wollte für ihn schön sein und so gab ich ihm einen Grund für seine langen Umarmungen.

Wenn ich an meine zweite Beziehung denke, überkommt mich die Erinnerung und das Gefühl von Leidenschaft, Sommer, schwere Hitze. Der Lärm der Autos auf der Schnellstraße, an deren Rand ich immer zu ihm ging. Vorbei an Teichen und Seen, Feldern und Wälder. Es war weit, dennoch hat es sich immer gelohnt. Ich vergaß alles was ich kannte bis dahin und lernte neue Dinge und eine völlig neue mir fremde Welt kennen. Zärtlichkeit, Selbstlosigkeit und beides wurde mir geschenkt. Ich erkannte was es hieß einen Menschen wirklich zu lieben und alles für ihn tun zu wollen. Er war ein Man, der sehr erwachsen war und reif. Es bist heute auch noch ist. Damals fühlte ich mich nicht mehr wie das kleine Mädchen, sondern wie die stolze Frau an seiner Seite.
Doch diese schönen Zeiten werden geprägt von nachfolgendem Schmerz, Enttäuschungen. Dummen Taten und schlimmeren Folgen. Verzweiflung, Verwirrung und Missverständnis. An das Ende versuche ich mich nie zu erinnern. Doch manchmal wenn ich in meinem Tagebuch blättere und auf jene Seiten stoße kommt es hoch. Dann klappe ich es zu und lege es zur Seite und erinnere mich nur an das Schöne. An den Sommer, die Hitze und die Dinge, die ich aus der Zeit lernte. http://youtu.be/INayqXtAVfY

Der dritte Junge in meinem Leben schenkte mir Halt. Mehr als Halt. Er war für mich etwas, woran ich mich immer festhalten konnte, selbst wenn alles um mich herum einstürtzte. Er hat mir oft aus ausweglosen Situationen geholfen. Ich konnte immer zu ihm kommen, wenn mir etwas auf dem Herzen lag. Und wenn es etwas Schlimmeres war, war er jedes Mal für mich da, ohne irgendeine Ausnahme.
Er musste lange kämpfen damit ich zu ihm gehörte, aber ich kann behaupten, und das ist mir egal ob es eingebildet klingt oder nicht, dass er mich auch verdient hat. Jeder Junge, der um ein Mädchen kämpft und alles tun würde, was er könnte, hat es verdient. Das, was uns nur leider im Weg stand und woran alles scheiterte war die Entfernung. Aber daran denke ich kaum mehr.
Viel lieber erinnere mich an die Woche im Paradies, die ich mit ihm verbrachte. An die kühlen Tage, in denen wir unterwegs waren, an den Duft von Heu in der Scheune und den seiner Jacke, die ich immer trug wenn es draußen zu kalt war. Weil er jünger war als ich, sagte mein Beschützerinstinkt oft ich sollte mehr auf ihn aufpassen. Bis heute gebe ich zu: Ja, er baut immer noch oft und gerne Scheiße und ist generell sehr leichtsinnig. Aber er ließ mich mit seiner unvergleichbaren Art wieder das fühlen was ich war. Jung. Frei. Damals war ich viel zu schnell erwachsen geworden und hatte vergessen das dies auch Nachteile hatte. Er weckte etwas in mir, das nicht das innere erwachsene Alter von 20 war. Nein, bei ihm fühlte ich mich wieder so jung, wie ich war. Und so wie ich es sollte. Trotzdem haben seine Taten damals oft zu Streit geführt. Streit, den ich eigentlich gar nicht wollte, nur sorgte ich mich eben um ihn. Ich erinnere mich kaum noch daran, wie alles zerbrach. Wenn ich an die alte Zeit denke, denke ich am liebsten an diese eine Woche im Paradies. Ich werde immer sagen, dass es die Schönste meines Lebens war. http://youtu.be/2qea3lLr5qQ

Über den vierten und fünften kann ich kaum etwas sagen.
Ich teile keine Erinnerungen mit ihnen und auch keine sonderlich lange Zeit. Trotzdem gibt es zwischen ihnen sehr große  Unterschiede.
Ich bemühe mich bei jedem nur das Gute zu erwähnen, doch irgendwie gibt es da nicht viel.... jedenfalls nicht bei dem vierten Man.
Anfangs gab er sich alle nur erdenkliche Mühe. Stundenlanges schreiben, nie enden wollende Abende vor der Cam. Doch letztendlich hat er mir nur das Blaue vom Himmel gelogen. Bis heute bin ich beeindruckt, wenn auch auf eine sehr abwertende Weise, wie überzeugend er war. Und wie er sich all die Arbeit machte, mich mit seinen Leeren Worten und Versprechen rum zu kriegen.
Ich hasse ihn nicht, weil er mich traurig gemacht hat. Ich bin auch nicht wütend auf ihn. Vielmehr bin ich wütend auf mich und hasse mich dafür, dass ich ihm all das geglaubt habe und ihm vertraut habe, nur weil er etwas dicker mit dem aufgetragen hat, was schon andere meinten vor ihm. Nur musste ich wieder darauf hereinfallen. http://youtu.be/JwOya18u8_Q

Ich hab lange überlegt ob ich die fast-Beziehung mit dem fünften Jungen erwähnen soll. Schließlich war ich nie mit ihm zusammen. Doch wäre uns mehr Zeit geblieben, wäre es sicherlich auch dazu gekommen. Ich kannte ihn nicht sonderlich und nach dem was er mir über sich erzählt hat, ist er auch kein Heiliger gewesen. Aber er hatte eben seine Probleme und eine Vergangenheit, auf die er nicht stolz war. Trotzdem war er ein guter Mensch, dessen Leben ein zu frühes Ende fand.
Jeder Mensch macht Fehler. Mein Fehler war es ihn anzulügen und ihm nicht zu glauben. Ich hätte auf ihn eingehen sollen, bevor es zu spät war.
Was würde ich dafür geben noch etwas Zeit mit ihm verbringen zu können?... Er hat alles getan und alles versucht, doch ich war so dumm ihm nicht zu glauben.
Wie es hätte werden können, das weiß keiner. Man kann es nur vermuten.
Ich erwähne ihn hier, weil er eine Spur in meinem Leben hinterlassen hat. Aber eine der Wenigen, die niemand jeh wegwischen kann. http://youtu.be/Kuecl9XkTVM







7 Tage

Eine Woche veränderte alles. Eine Woche veränderte mich.
Und trotzdem veränderte sie nichts.
Alles war wieder so wie es vor langer Zeit war und trotzdem war es anders.
7 Tage in denen sich Freundschaft in Luft auflöste.
7 Tage die ein Menschenleben kosteten.
7 Tage um die Kälte regieren zu lassen.
7 Tage um alle Pläne über den Haufen zu werfen und neu zu beginnen.
7 Tage. Sie veränderten nichts. Und sie veränderten alles. Es war wieder so wie früher. Und trotzdem war es das nicht.

Freitag, 27. Januar 2012

Warum?

Was für eine Ironie, wie gut der Name meines Blogs passt...

Du bist weg. Und alles ist anders seit dem.
Die Welt ist kälter, die Dinge bedeutungsloser. Alles völlig gleichgültig.
Wieso bist du weg?
Ich bin nicht die einzige, die sich das fragt. Ich bin nicht die Einzige, die dich vermisst. Zwar kannte ich dich nicht lang, aber du warst ein guter Mensch. Vielleicht wollte der da oben dich deswegen schon jetzt bei sich haben. Aber 16 ist doch kein Alter zum sterben!
Im Winter zu sterben ist noch schlimmer, als es das so schon ist. Du wirst nicht nur von der Erde über dir begraben, sondern auch von dem Schnee, auf ihr. Und deine Blumen werden gefrieren und verwelken, wie deine Jugend, die dich nicht davor schützen konnte zu Sterben.
Ich hoffe es ist nicht zu kalt für Engel zum fliegen.

Mittwoch, 25. Januar 2012

I MISS YOU!

Menschen werden geboren. Menschen werden alt. Menschen sterben. Das ist der normale Verlauf des Lebens. Aber es ist immer öfter anders. Täglich hört man von tragischen Unfällen Jugendlicher. Trotzdem hab ich nie wirklich darüber nachgedacht, war nie auch nur ansatzweise betroffen. Bis jetzt. Es ist alles anders und ich komme mir vor, als wäre ich im falschen Film. Als würde ich aufwachen und alles ist wieder gut. So, als wäre alles nur ein schrecklicher Irrtum. Aber egal wie lange ich warte und wie viel Zeit verstreicht, es wird sich nichts ändern. Das ist kein Abschied mit einem Wiedersehen in weiter Ferne, Es ist endgültig. Er ist weg und kommt nie wieder zurück, denn von dem Ort wo er jetzt ist gibt es keine Rückkehr. Kein Rückfahrtticket nach Hause.
Das Leben ist nicht fair. Wenn es das wäre, würden Menschen, die noch ihr ganzes Leben vor sich haben nicht so einfach sterben.

Was habe ich falsch gemacht?
Ich habe einen Freund verloren.
Irgendwo in der Verbitterung.
Und ich hätte den ganzen Abend mit dir verbracht.
Hätte ich gewusst wie man ein Leben rettet...
http://youtu.be/Q69_lnD6GhE
RIP Dennis Olliges. Ich werde dich nie vergessen, weil ich dich liebe.

Montag, 23. Januar 2012

Gleichgültigkeit

Manchmal ist es egal was man sagt oder denkt. Es ändert nichts. Aber vorallem ändert es niemanden.
Dann ist es, als würde man mit einer Wand reden, als würde nie das durchkommen, was man sagt. Als würden Sätze sich einfach so in Luft auflösen und wären bedeutungslos. Als wäre der andere blind und taub. Man kann sagen was man will. Schreien, weinen, am liebsten würde man ihm eine Klatschen, damit er endlich zuhört. Aber das alles bringt nichts! Er sieht nur wortlos zu wie man zu Grunde geht ... auf die Knie... immer tiefer... Zusammenbricht. Aber er sagt nichts. Er spürt nichts. Ihm ist alles egal.
Man könnte sterben zu seinen Füßen und es wäre ihm gleich...
                                                                       .. jeder kennt eine Person, die genau so ist.

Samstag, 21. Januar 2012

Stille

Wer kennt das Gefühl, das man hat, wenn einem irgendwie alles zu viel wird? Wenn man die Luft anhält und schon beinahe erstickt? Jeder sehnt sich doch ab und zu nach einem Moment der Ruhe.
Ein einziger Moment, indem man durchatmen kann und sich nicht davor fürchten muss vergiftete Luft einzuatmen.
Ein einziger Moment, indem die ganze Welt schweigt und nichts eine Last ist.
Nur ein einziger kurzer Moment, indem alles egal ist und nichts etwas bedeutet, die ganze Welt kurz still steht und man eine Pause von allem machen kann.
Nur wird es diesen Moment nie wirklich geben...

Freitag, 20. Januar 2012

Belogen, Betrogen, zur Bitch erzogen.


Seht was ihr angerichtet habt. Nicht alle Mädchen auf der Welt sind die Schlampen, als die sie da gestellt werden. Aber ihr Jungs, ihr macht sie dazu, indem ihr ihnen wehtut und sie ausnutzt. Wir wollen nur so akzeptiert und geliebt werden, wie wir sind. Und eure Lügen... erzählt sie einfach nicht oder erzählt sie denen, die wissen, dass es Lügen sind. Denn ob ihr es glaubt oder nicht, wir haben auch Gefühle und damit verletzt ihr sie nur.

Liebe hin, Liebe her, einer leidet immer...

Sie ging ins Badezimmer. Ihr Handy legte sie auf die Fensterbank. Sie würde es hören, wenn sie eine Sms bekäme. Einen Blick warf sie noch darauf. Verbot sich darüber nachzudenken, obwohl so vieles im Hintergrund ihres Kopfes vor sich ging, seitdem er ihr eine Sms Geschrieben hatte
hey, ich weíß du hasst mich, aber bitte lass uns noch einmal reden
Sie war mehr als skeptisch und hatte ihm geschrieben, dass sie keinen weiteren Kontakt zu ihm haben wolle, solang er ihr nicht die Antworten auf ihre Fragen gab.
Dann ging sie unter die Dusche und ließ heißes Wasser auf ihren Körper herunterregnen. Sie wünschte sich, das wenigstens das sie ablenken könnte, aber vergebens. Immer wieder erwischte sie sich dabei einen Blick auf die Fensterbank zu werfen und zu schauen ob vielleicht das Display von ihrem Handy aufleuchte. Aber das tat es nicht.
Sie drehte sich um und wusch sich das Haar. Wieso wartete sie so sehnsüchtig auf seine Sms? Auf seine Antwort? Es konnte ihr doch egal sein. Verdient hatte er sie sowieso nicht. Wieso musste sie sich so auf die Folter spannen, schon wieder?  Wollte sie wirklich zulassen, dass er wieder mit ihr spielt, wie mit einer Puppe?
Als sie eigentlich fertig mit dem Duschen war, merkte sie, wie etwas schwer auf ihr lastete. Noch einmal machte sie das Wasser an, diesmal heißer. Sie wollte noch nicht raus. Das einzige was sie wollte war die Zeit anhalten und eine kurze Pause von der Welt.
Nach einer Viertelstunde stieg sie heraus. Sie nahm ihre Sachen und wieder warf sie einen Blick auf ihr Handy. Nichts.
Das hatte sie gewusst.
In ihrem Zimmer verkroch sie sich zuerst unter der Decke und öffnete ihren Laptop. Sie tat ihre Sachen nicht in den Wäschesack. Sie legte ihr Handtuch nicht weg. Sie machte nicht die Hausaufgaben, die sie hätte tun sollen.
Das einzige was sie tat war ihren Lieblingssong zu hören und nachzudenken.
Sie spürte ihre Anspannung. Ihren Herzschlag, es dröhnte so laut. Wie Schmirgelpapier fühlten sich ihre Nerven an. Abgetragen und rau. Am liebsten würde sie schreien. Sich all ihren Frust von der Seele schreien. Das war schon viel zu lange überfällig. Aber es würde nicht weg gehen. Es würde nie weggehen, egal was sie tat und es wurde immer schlimmer. Dieser Frust, er fraß sie auf. Alles, absolut alles wurde ihr zur Last und dann auch noch er....
Er hatte doch gewusst wie es ihr ging. Und er konnte sich denken, wie es ihr jetzt ging. Vielleicht konnte er, vielleicht nicht. Sie wusste es nicht. Sie wusste nur, dass er sie als Freundin, als irgendeine unwichtige, auswechselbare Freundin, behalten wollte. Sie wollte das nicht. Alles oder nichts, dachte sie. Und wenn sie nicht zu ihm gehören konnte, dann wollte sie nichts von ihm wissen.
Irgendwie konnte sie auch ohne ihn. Es war alles anders. Alles war kälter. Und jegliches Gefühl verdrängte sie, ziemlich erfolgreich. Ob das jetzt gut oder schlecht für sie war, ist eine andere Frage.
Aber sie kam schon irgendwie ohne ihn aus....
Während sie über das alles nachdachte drehte sie nervös das Handy in ihren Händen herum und ganz still und heimlich machte sich eine kleine Träne auf den Weg über ihre Wange.

An diesem Abend hat sie keine Sms bekommen. Wieso war ihr egal. Wen er ihr keine Antworten gab, war es nicht ihr Problem. Sie konnte auf ihn verzichten und er wusste, wie stur sie sein konnte. Gab es nicht endlich die heißersehnten Antworten, die sie hören wollte, wusste sie nicht, wieso sie mit ihm reden sollte. Doch eins wusste sie verdammt sicher. Eines Tages, früher oder später, würde ihm das alles Leid tun. Er würde zurück kommen. Irgendwann, höchstwahrscheinlich. Aber nichts würde dann mehr so sein, wie es war und nur er hätte dann Schuld daran....

Mittwoch, 18. Januar 2012

Weißt du, es wird immer Personen geben die mich lieben und das begehrt, was du achtlos weggeschmissen hast.

Die Welt ist nicht mehr das, was sie zu sein scheint

Die Welt hat sich verändert. Wo man auch hinschaut sieht man es.
Alles strahlt solche Kälte aus. Es sind die Menschen, die die Welt verändern und sie zu einem Eisball machen. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es mal anders war. Mit der Zeit sieht man all die Lücken, die Kinderaugen nicht sehen. Menschen sagen, dass früher alles besser war. Aber wann war dieses Früher? In Wirklichkeit gab es noch nie bessere Zeiten. Schon immer war die Welt im Wesentlichen so wie sie jetzt ist. Menschen lügen. Menschen betrügen. Menschen verletzten sich gegenseitig und sich selbst mit Worten und Taten. Als Kind wird man in diese falsche Welt hineingeboren. Nur weiß man es da noch nicht. Erst mit der Zeit werden all die Lücken gelüftet und dann zerfällt die heile Kinderwelt nach und nach in seine Bestandteile. Die Welt war noch nie perfekt, oder so wie sie sein sollte und das wird sie auch nie sein. Doch was muss ich schon dazu sagen? Es ist jedem klar...

Samstag, 14. Januar 2012

Verzweiflung

Gedanken überschlagen sich und werden unklar. Nichts scheint mehr deutlich und klar. Falsch und richtig hat sich vermischt und mir ist, als würde ich mitten darin stehen. Als müsste ich Unmögliches schaffen um endlich Klarheit zu bekommen. Aber ich hab den Überblick verloren, über meine Gedanken und Worte.
Mein Herz, es ist wieder kalt. Eisig. Nur noch an einem seidenen Faden scheint es zu hängen und pendelt hin und her. Schlägt hartgegen die Wände meines Körpers. Ich sehne mich danach, dass der Faden reißt und es mich erlöst. Oder eine Hand in mich greift und es mir endlich herausreißt.
Die Schmetterlinge, die in meinem Bauch waren, sie sind weg. Jetzt liegen dort Steine.
Verzweiflung, Hass, Missverständnis. All diese Lügen....
Schon wieder das alles, ich ertrage es nicht! Das wird das letzte mal sein, dass ich einem Menschen geglaubt und vertraut habe. Nie wieder werde ich zulassen das mich jemand so hintergeht. Ich will das Risiko nicht mehr, verlassen zu werden. Lass mich ewig alleine, wenn du weißt das du nicht bleiben wirst.
Jetzt ist die Zeit gekommen nachzudenken.
 Fehler zu machen und zu verzeihen.
Entscheidungen zu treffen, die alles verändern werden.
Ich oder sie?
Zusammen oder alleine?
Freunde oder Feinde?
Hass oder Liebe?
Schmerz oder Glück?
Ich werde nicht zu viel sagen, aber... 
Entweder alles oder nichts, Schatz.

Donnerstag, 12. Januar 2012

Catie

Sie saß schon wieder dort. Schon wieder ließ eine Träne ihr Make-Up verwischen, als sie an ihn dachte und wie er mit ihr spielte, tropfte sie hinunter auf ihren blutenden Oberschenkel. Hatte sie sich nich vorgenommen es zu lassen?  Ja.... Aber es war ihr egal.
Wieso tat er das alles, fragte sie sich in Gedanken immer und immer wieder. Sie war so verzweifelt. Sie hatte solche Angst. Jeden Tag rechnete sie damit, dass es aus sein könnte. Jeden Tag fürchtete sie sich.
Wie oft hatte sie ihm von ihren Ängsten erzählt?! Scheinbar hatte er nicht zugehört, scheinbar vergessen, wie das alles für sie war. Sie sah es nicht mehr, wenn er ihr Entschuldigung schrieb. Sie hörte seine Worte nicht mehr. Denn die Narben waren nicht weg. Sie blieben. Jeder verdammte Kratzer blieb in ihrem Herzen und jeh öfter er sowas machte umso schlimmer wurde es für sie.
Sie setzte die Klinge an. Eine weitere blutige Linie zeichnete sich auf ihrem Oberschenkel ab. Diesmal tifer als sonst. Ihre Tränen fielen hinab und vermischten sich mit ihrem Blut, fingen zu brennen an in der Wunde.
Sie wichte sich die Tränen von den Wangen, während sie die zweite Linie machte und den Buchstaben vollendete. Sie liebte ihn, für immer wollte sie zu ihm gehören. Aber sie hasste ihn auch. Sie hasste ihn, weil er sie so verletzlich machte, noch mehr als sie es jetzt schon war......
Dass dies nicht ihre letzte Wunde sein würde.... Tief in ihr wusste sie das genau.

Eiskalt

An einem Tag... ich weiß nicht mehr wann, da änderte sich alles. Obwohl sich nichts veränderte....Obwohl alles gleich blieb.
Trotzdem war die Welt nicht mehr die, die ich kannte. Sie war zu fremd geworden.
Die Worte, die ich las, hatten keine Bedeutung mehr, genauso wie das was ich hörte. Nichts berührte mich mehr. Ab da an wurde es nicht mehr besser. Nur schlimmer.
Mit tiefgefrorenen Herzen irrte ich durchs Leben. Kalt zu meinen Freunden, gleichgültig zu denen, die mir etwas bedeuten. Zu denen, die ich liebe. Ich hätte mir denken können, das es nicht lang dauern würde, bis ich die Gleichgültigkeit in ihren Gesichtern sah, die ich ihnen mit meinen Worten entgegenbrachte.

tritt mein Herz mit Füßen. Ihm hat es nie etwas ausgemacht....

Ich kann dich nicht verurteilen. Du bist nicht anders als ich. Du bist kalt zu denen die du liebst du streitest dich ohne es zu wollen. Aber ich versuche mit all meiner Kraft mich zu ändern. Du glaube ich nicht, denn dafür siehst du kein Grund. Du irrst blind durch die Welt.
Du schwächst mich. Lässt mich so schöne, aber auch vergängliche Dinge fühlen. Und dann entziehst du mir alles Glück mit deinen Worten. Mit ein paar einfachen Worten lässt du mich zu Grunde gehen. Du spielst mit mir, aber du weißt selbst nicht nach welchen Regeln. Du hältst mich und lässt mich fallen. Dann fängst du mich auf und schleuderst mich zu Boden. Es ist so leicht für dich mir wehzutun und dann sagst du das es dir Leidtut. Eines Tages wird mir das egal sein. Denn du hinterlässt so viele kleine Kratzer in meinem Herzen und das alles nur durch diese paar Taten. Durch diese Paar Wörter. Mach weiter und eines Tages wird es mehr als bluten. Er wird wieder zerstört sein. Herzlichen Glückwunsch werde ich dann mit einem sarkastischen Lächeln sagen. Du hast wieder mal das geschafft, was all die Anderen vor dir gemacht hatten. Aber gib zu, das war nicht schwer.

Mittwoch, 11. Januar 2012

Aufruhr

Zu schnell vergeht die Zeit, die Minute, die Stunde, der Tag das Jahr.... Die Welt.. sie ist panisch, laut, rennt um ihr Leben immer schneller und schneller.
Mach das es aufhört. Schenk mir einen Moment Ruhe, ich sehne mich danach.  Halt die Welt an, ich will abspringen.

Montag, 9. Januar 2012

Mein Leben auf ein paar Seiten Papier

Liebes Tagebuch,
es tut mir Leid, dass meine Tränen dich durchnässt haben, wenn ich traurig war.
Auch bedaure ich es, dass der harte Stift in meiner wütenden Hand deine Seiten durchdrückte... wenn ich dich auf den Boden schmeiße, sollte ich voller Hass sein, oder sollte dies aus Versehen passieren. Und dass ich letzter Zeit kaum mehr ein Wort in dich hinein schreibe, tut mir auch Leid.
Ich behandle dich so schlecht, dabei warst du immer für mich da, auch wenn ich alleine war, überfordert von meinen Problemen und manchmal niemanden hatte. Ich hab dir meine Sorgen erzählt und du hast immer zugehört. Und als ich fertig war, vor dir mein ganzes Leid auszubreiten, ging es mir etwas besser.
Ich sollte dankbarer dafür sein,  dir vielleicht einen neuen Umschlag besorgen, denn langsam siehst du immer mehr gezeichnet aus, von der Zeit, die du mit mir durchstanden hast. Ich könnte vielleicht ordentlicher sein, sicher wärst du dankbar dafür.
Aber naja, die bist und bleibst eben ein Buch. Meine Lebensgeschichte, mein Glück und mein Leid. Alles was ich dachte, alles was passierte. Doch leider, wirst du nie mit mir reden und mir einen Rat geben. Deine stummen Seiten können eben nur meinen Worten zu hören, aber etwas anderes hatte ich von dir nie erwartet. Dafür gibt es ja Freunde...

Sonntag, 8. Januar 2012

hello old friend.........

Es ist so kompliziert geworden zwischen uns. Ich verstehe dich nicht mehr, aber scheinbar habe ich das nie wirklich. Als du aufgehört hast mit mir zu reden, wurde alles noch schlimmer.
Es wird niemals wieder so werden, wie es einst war. Ich weiß, dass zu viel passiert ist, aber waren wir nicht mal, vor langer Zeit, so was wie Freunde? Wie wirklich gute Freunde? Oder hab ich mich geirrt...
Ich finde es traurig, was daraus geworden ist. Wenn ich darüber nachdenke und immer wieder Bestätigungen dafür sehe, spüre ich wie es mich erdrückt. Es wiegt so schwer auf mir.
Egal, was du auch sagst. Ich merke, wie dir alles gleichgültig geworden ist. Irgendwann hast du aufgehört dich zu bemühen und ich hab aufgehört dir nachzulaufen, zu kämpfen. Etwas sagte mir, das wäre es nicht Wert gewesen und dieses etwas hatte Recht. Ich erzwinge von niemandem irgendetwas, das sollst du wissen. Trotzdem hoffe ich, dass du unserer Freundschaft vielleicht eines Tages wieder eine Chance gibst.

Freitag, 6. Januar 2012

Schutzengel !?

Der Regen prasselte schwer auf mich hinab. Rot war er, als würde der Himmel bluten. Die Luft war feucht, fast schon erstickend, die Welt voller blutigen Pfützen auf schwarz steinernen Wegen. Ich weiß nicht wie lang ich dort zusammengekauert kniete. Bestimmt Jahre. Ich konnte mich nicht erinnern an früher. Ein Früher gab es nicht mehr.
Doch endlich hatte ich meine Augen geöffnet und erhob mich vom Boden. Ich sah wer da spielte in der Ferne. Ein kleiner Engel mit gesenktem Blick und gefalteten weißen Flügel. Er oder besser gesagt sie hatte weißes langes Haar und trug ein schwarzes, sehr altmodisches Kleid. Sie sah aus wie ein Kind, vielleicht 10 Jahre alt und sprang durch die Pfützen, sodass Blutspritzer mehr und mehr ihr Kleid beschmutzen. Aber sie lachte nicht, wie ein Kind dies getan hätte. Sie war stumm und ihr Mund blieb nichtssagend geschlossen.
,,Warte Kleine!" , rief ich ihr nach.
Ich sah, wie sie augenblicklich stehen blieb, bei dem Klang meiner Stimme, mit dem Rücken zu mir gewendet. Und wartete das ich nachkam. Ich rannte zu ihr. Sah wie der Regen ihre Flügel durchnässte und ihr Haar mit zahlreichen roten Flecken übersäte. Jeh näher ich kam umso mehr ängstigte dieser Anblick mich, wie diese merkwürdige Aura, die den Engel umgab. Mit jedem Schritt wurde sie stärker.
Als ich hinter ihm stand überkam mich ein seltsames Gefühl. Es fühlte sich an wie.... wie der Tod.
Das kleine Wesen drehte sich langsam um. Streifte mit seinen durchnässten Flügeln fast meine Nasenspitze. Sein nasses Haar hing ihm übers Gesicht und warf einen weiten Schatten, sodass ich nur seinen Mund sehen konnte. Blasse Lippen die ausdruckslos waren. Kein Kinderlächeln wie ich es mir bei jungen Engel vorgestellt hatte.
,,Was machst du hier, ganz alleine?"
,,Sie haben gesagt ich muss auf dich aufpassen. Ich bin dein Engel und muss dich beschützen."
Ich lauschte der schönen, klaren Kinderstimme, aber sah etwas aufblitzen als es seinen Mund öffnete. Auch wenn mir diese Welt von Sekunde zu Sekunde fragwürdiger erschien, ließ ich mich nicht verunsichern, dachte nicht darüber nach.
,,Weißt du, ob du mich vor etwas Bestimmten beschützen musst?"
Es schüttelte den Kopf, was mir Bluttropfen ins Gesicht spritzte.
,,Nein, das hat mein Gott nicht gesagt."
,,Dein Gott?"
,,Ja, er ist ein sehr guter Herrscher, aber ich hüte mich vor seinem Zorn"
Schon wieder sah ich etwas aufblitzen. Ein Schauer überkam mich. Wenn ich es nicht besser wüsste hätte ich gesagt es wäre ein Reiszahn. Aber das konnte gar nicht sein.... Ein Engel und Reiszähne? ... Doch was war wenn ich mich irrte und alles ganz anders war?..
Ich kniete mich herab zu dem kleinen Wesen und hoffte so einen Blick in sein Gesicht erhaschen zu können. Doch auch dies war vergebens. Es senkte seinen Blick weiter herab.
,,Sag´ mir lieber Engel, wie heißt den Gott?"
Mit unschuldiger Kinderstimme sprach er ein einziges Wort ,,Luzifer"
Ich musste schlucken. In was war ich hier hereingeraten?
Mit zittriger Stimme frage ich:
,,Und wer bist denn du?"
Es erhob seinen Blick. Blutrote Augen starrten tief in die Meinen. Und mit einem kräftigen Schlag entfaltete es seine Flügel. Ich sah wie sich die weißen schmutzigen Federn lösten und um mich herumflogen. Darunter kam ein glänzend schwarzes Federkleid zum Vorschein.
Es lächelte und ließ seine Reiszähne blitzen, auf  die Bluttropfen vom Himmel fielen.
,,Ich bin Lilith."

Donnerstag, 5. Januar 2012

Wenn ich mir eins wünschen würde, dann wäre es erwachsen zu sein

Manchmal wünsche ich mir 25 zu sein. Erwachsen. Mit beiden Beinen im Leben stehend. Eine Arbeit. Einen Man an meiner Seite. Ein Plan. Eine Zukunft.
Ich würde meine Jugend auf der Stelle dafür wegschmeisen und hätte es nichtmal bedauert.

Dienstag, 3. Januar 2012

Reichtum, Ansehen und Macht ist nicht gegen die Größe des Herzens

Du kannst alles sein. Ob arm oder reich, beliebt oder verachtet. Es ist egal ob du Macht hast oder machtlos bist. Hab ein reines Herz und die Welt wird dir offen stehen, denn heutzutage ist ein Herz aus Gold mehr wert als alles Geld der Welt. Nur scheint das noch keiner  erkannt zu haben.
Die Guten gehen unter in der Menge aus grauen Gestalten. Zwischen vergifteten Worten und Taten verlieren sie ihren Wert. Es ist nicht leicht gut zu sein. Desswegen ist ein Herz aus Gold beneidenswert.

Wenn ich so darüber nachdenke, wünsche ich mir meines wieder, das mir vor langer Zeit abhanden kam <3