Montag, 9. Januar 2012

Mein Leben auf ein paar Seiten Papier

Liebes Tagebuch,
es tut mir Leid, dass meine Tränen dich durchnässt haben, wenn ich traurig war.
Auch bedaure ich es, dass der harte Stift in meiner wütenden Hand deine Seiten durchdrückte... wenn ich dich auf den Boden schmeiße, sollte ich voller Hass sein, oder sollte dies aus Versehen passieren. Und dass ich letzter Zeit kaum mehr ein Wort in dich hinein schreibe, tut mir auch Leid.
Ich behandle dich so schlecht, dabei warst du immer für mich da, auch wenn ich alleine war, überfordert von meinen Problemen und manchmal niemanden hatte. Ich hab dir meine Sorgen erzählt und du hast immer zugehört. Und als ich fertig war, vor dir mein ganzes Leid auszubreiten, ging es mir etwas besser.
Ich sollte dankbarer dafür sein,  dir vielleicht einen neuen Umschlag besorgen, denn langsam siehst du immer mehr gezeichnet aus, von der Zeit, die du mit mir durchstanden hast. Ich könnte vielleicht ordentlicher sein, sicher wärst du dankbar dafür.
Aber naja, die bist und bleibst eben ein Buch. Meine Lebensgeschichte, mein Glück und mein Leid. Alles was ich dachte, alles was passierte. Doch leider, wirst du nie mit mir reden und mir einen Rat geben. Deine stummen Seiten können eben nur meinen Worten zu hören, aber etwas anderes hatte ich von dir nie erwartet. Dafür gibt es ja Freunde...

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