Samstag, 26. September 2015

Nach all der Zeit

Fast zwei Jahre sind nun vorbei. Genauer gesagt 22 Monate und 26 Tage.
Ein Lebensabschnitt endet.
Nach zwei Jahren ist wieder der Punkt gekommen, an dem ich nichts mehr mit mir anzufangen weiß. Mit meinem Leben, meiner Zeit. Ich hab keine Freunde die mich auffangen und keine Sachen die mich ablenken können. Ich beschäftige mich mit hundert Dingen, doch nichts reicht aus diese Leere zu stopfen.

Ich versuche mir einzureden dass er es nicht Wert ist. Er ist viel zu Stolz für so vieles. Schätzt mich nicht so, wie er es sollte. Er nimmt mich nicht ernst. Und auch nicht all meine Sorgen. Er ist es einfach nicht. Nicht der Richtige. Nicht jetzt und hier. Dass Geld erleichtert, man damit aber keine Liebe kaufen kann, hat er irgendwie nie verstanden.

Ich verstehe nicht wie Sex einem so wichtig sein kann, dass man den anderen damit in den Wahnsinn treibt. Eine Person die man liebt und die nicht irgendeine Nutte ist.
Aber vielleicht war ich das einfach. Eine Nutte die ein bisschen unterhalten und bei Laune gehalten werden muss und nicht mehr. Das würde so vieles erklären.

Ich hab mich schon immer gefragt wie man den, mit dem man zusammen ist, den man lieben sollte, einfach so als den größten Dreck und schlimmer bezeichnen kann. Wie man richtig danach bohren kann den anderen nur so sehr zu verletzen wie es nur möglich ist. Mehrmals. Was erhofft man sich davon? Dass er an gebrochenem Herz stirbt? Kann das denn noch Liebe sein?

Ich fühle mich so wahnsinnig alleine. Und schließlich ist es ja auch genau so. Die Welt hat mich verlassen und selbst wenn ich jetzt sterben würde, es wäre ja doch niemand da der es merken würde.

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